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Wie wird der Test durchgeführt?
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Wir brauchen von allen zu testenden Personen eigenes Zellmaterial. In den allermeisten Fällen reicht dabei ein Abstrich aus der Mundschleimhaut aus. Alle Körperzellen, also auch die der Mundschleimhaut, haben einen kompletten Satz an Erbinformationen (DNA). Durch spezielle Methoden wird die Erbsubstanz aus den Zellen herausgeholt und liegt dann als so genannter Doppelstrang (in Form von Desoxyribonukleinsäure = DNA) vor.

Auf dem DNS-Faden gibt es Bereiche, die bestimmte Gene (=Erbfaktoren) enthalten. Diese Gene sind z.B. dafür verantwortlich, wie groß ein Betreffender wird oder welche Haarfarbe er hat. Diese Gene werden aber von uns in keiner Weise analysiert. Zwischen den Genen liegt genetisches Material, das keinerlei relevante Informationen enthält und sich in der Zusammensetzung wie ein Fingerabdruck von Mensch zu Mensch unterscheidet. Nur aus diesem, zwischen den Genen liegenden DNA-Material wird die Abstammungsanalyse vorgenommen.

Dieses Material ist genauso wie die Gene selbst in doppelter Ausführung bei jedem Menschen vorhanden. Die Hälfte der genetischen Information bekommt jeder Mensch von seinem Vater und die andere Hälfte von der Mutter. Die DNA-Abschnitte sind durch spezielle Methoden (so genannte Mikrosatellitenanalyse) genauer testbar.

Dieser Test wird genetischer Fingerabdruck genannt. Es werden dabei verschiedene Stellen auf dem DNA-Faden untersucht, so dass eine optimale Aussagekraft über die Wahrscheinlichkeit für eine Vater- bzw. Mutterschaft erreicht wird. Routinemäßig testen wir 15 Mikrosatelliten und errechnen daraus die Wahrscheinlichkeit für eine Verwandtschaft, wobei modernste Computersoftware zum Einsatz kommt.